Bücher über diese Zeit finden Sie im Online-Shop Bad Vöslau
"Heimatkunde für Kinder der Volksschule Bad Vöslau"
Das Schloss und Dorf Großau verdanken ihre Entstehung wahrscheinlich einem nicht namentlich bekannten Lehensmann eines mächtigen bayrischen Grafengeschlechtes, das in unserm Gebiet große Besitzungen hatte.
Erste namentliche Erwähnung von Großau im "Saalbuch von Klosterneuburg". Ein Volchold und sein Sohn Adalbero geben zwei Weingärten zu Grazou (Großau) an das Stift Klosterneuburg
Aus diesem Jahr datiert ein Stiftungsbrief von der Großauer Kirche - sie war immer eine Filialkirche. Ursprünglich bestand das Gotteshaus nur aus einem Altarraum und dem angebauten Turm mit dem spitzen Dach. Sie wurde mehrmals erweitert, zuletzt durch den Berndorfer Industriellen Arthur Krupp 1918/19. Seit dieser Zeit besitzt die Kirche einen zwiebelförmigen Turmhelm.
Viele Familien, wie z.B. Weitra, Hohenberg und Haid, scheinen als Besitzer auf. Ebenso ist Franz von Ficin (1540-1585) für Großau (neben Merkenstein und Gainfarn) als Verwalter zuständig.
Während der zweiten Türkenbelagerung Wiens wird
Gainfarn zur Gänze zerstört. Viele Bewohner werden getötet oder in die Sklaverei verschleppt. Die Überlebenden beginnen Gainfarn wieder aufzubauen. Da die Burg Merkenstein zur Ruine geworden ist, verlegt man den Sitz der Verwaltung in das verkehrstechnisch günstiger gelegene Gainfarn.
Großau soll in diesen Jahren durch den Einfall der Türken vollständig zerstört worden sein.
Gundakar von Dietrichstein kauft die Herrschaft Merkenstein und Großau. Über 150 Jahre bleibt Großau nun im Besitz der Familie Dietrichstein. Unter ihrer Herrschaft wird die Burg Merkenstein während der Türkenbelagerung 1683 zerstört und ist seither eine Ruine.
Die Pest wütet in der Umgebung. Die Bewohner von Großau flüchten nach Merkenstein und bleiben von dieser Seuche verschont. Zum Dank dafür ist das sogenannte "Fieberkreuz" (befindet sich in der Nähe der Ruine Merkenstein) errichtet worden.
Großau geht in den Besitz der Grafen Münch-Bellinghausen über.
Großau wird eine eigenständige Gemeinde. Josef Grabner, von 1849 -1852 der letzte Dorfrichter von Großau, wird erster Bürgermeister des Ortes.
Errichtung einer eigenen Volksschule, bisher besuchten die Kinder die Schule in Gainfarn.
Einleitung des elektrischen Lichtes
Durch zähen Widerstand gelang es dem Bürgermeister Johann Rauscher die Selbständigkeit der Gemeinde - Vöslau, Gainfarn und Großau sollten schon damals fusioniert werden - zu erhalten