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Moschuskraut (Adoxa moschatellina)
Bild 1: Adoxa moschatellina_06.April 2009_Hanifland
#Text: Unter starken Bäumen ein dichter Teppich aus Blättern des niederwüchsigen Moschuskrautes mit einigen darüber hinausragenden gelbgrünen kleinen Blütenständen.

Nur an wenigen Stellen auf unserem Gemeindegebiet finden wir das Moschus-oder Bisamkraut (Adoxa moschatellina). Die Pflanzen fallen nur dadurch auf, dass sie dicht an dicht stehend Flächen von wenigen Quadratmetern bedecken. Die einzelnen Pflanzen sind unscheinbar (griech. adoxos = unscheinbar) und haben wenig auffällige Blüten.
Bild 2: Adoxa moschatelina_21.April 2008_Rohrbachtal
#Text:Zwei Pflanzen des Moschuskrautes mit Blütenköpfchen und (doppelt) dreischnittigen Blättern.
Der Blütenstand ist ein kompaktes Köpfchen, das aus fünf Blüten zusammengesetzt ist: Vier bilden die Seitenflächen, jede mit 5 Kronblättern und scheinbar 10 Staubblättern, die Gipfelblüte mit vier Kronblättern und scheinbar 8 Staubblättern. (Scheinbar, weil die Staubblätter fast bis zum Grunde zweigeteilt sind.)

Die gelbgrünen Blüten setzen für Insekten wohl kaum deutliche optische Signale,
aber der von ihnen ausströmende leichte Moschusgeruch lockt Fliegen an,
die dann die Blüten bestäuben. Moschus, der der Pflanze den Namen
gegeben hat, wird heute wohl wenigen Menschen vertraut sein [ein
interessanter Beitrag dazu:
http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=45717] . Die
Duftnote kann auch wie folgt beschrieben werden: „Blüten manchmal
(abends?) widerlich (nach nassem Hundefell) riechend" [flora 2008, S
803 > http://www.flora-austria.at/Seiten-Themen/Exkursionsflora-Inhalt.htm]
Bild 3: Adoxa moschatellina_Blüten_08.April2009
#Text: Blütenköpfchen; einzelne Blüte: 5 gelbgrüne Kronblätter, in der Mitte 5 Narben und 10 Staubbeutel (zu erkennen sind die fast bis zum Grunde V-förmig geteilten Staubfäden)

Fliegen werden jedenfalls angelockt und bestäuben die Blüten. Die sich nach der Befruchtung entwickelnden Samen fallen ab oder werden von Schnecken verbreitet. Größere Bedeutung für die Vermehrung haben aber die von den Rhizomen ausstreichenden zarten unterirdischen Ausläufer.
Bild 4: Adoxa moschatellina_06.April 2009_Rohrbachtal
#Text: Dichter Teppich aus Moschuskrautpflanzen an der Uferböschung des Rohrbaches
