Bild 1: Sesleria albicans_nahe Vöslauerhütte_01. Mai 2006 Bildtext 1: oberes Teilbild: Im Schwarzföhrenwald nahe der Vöslauerhütte bedeckt das Blaugras den Boden beinahe lückenlos. Untere Teilbilder: Die Blätter des Blaugrases haben Ränder, die annähernd parallel zueinander verlaufen und an der Spitze ähnlich wie bei einem Schiffsbug zusammengefügt sind. Die Blattränder sind von zur Spitze gerichteten Zähnchen rau. 
Bild 2: Sesleria caerulea_Harzberg_29.März 2010
Bildtext 2: Oberes und mittleres Bild: An einer einzelnen Pflanze ist der Horstwuchs des Blaugrases gut zu erkennen Unten: An einer freigelegten Pflanze sieht man, dass der horstartige Wuchs durch mehrfache Verzweigungen des Grundsprosses entsteht.

Bild 3: Sesleria Blüten_Harzberg_29. März 2010
Bildtext 3: Das Kalk-Blaugras gehört der Familie der Süßgräser (Paoceae) an. Die einzelnen Blüten sind, wie bei den meisten Süßgräsern zwittrig: In jeder Blüte sind Fruchtknoten mit Narben und Staubbeutel an Staubfäden miteinander vereinigt. Jeweils (meist) zwei Blüten bilden ein Ährchen, alle Ährchen zusammen ergeben den Blütenstand, eine dicht gedrängte Ährenrispe.
Oberes Bild: oberere Bereich der Ährenrispe; die beiden unteren Bilder zeigen die Spitze eines Ährchens, aus einer der beiden Blüten ragen Narben und Staubgefäße, aus der anderen nur die Narben heraus.

Bild 4: Sesleria caerulea_Scheiterboden_21.September 2003
Bildtext 4: Ein Blaugrashorst in den Felsen an der Geländekante des Scheiterbodens gegen Merkenstein.

Das Kalk-Blaugras besiedelt vor allem Fels- und Magerrasen bis in die alpinen Zonen der Kalkgebirge. In der Eiszeit herrschten auch in unserer Region Verhältnisse, wie wir sie heute von oberhalb der Baumgrenze kennen. Mit der nacheiszeitlichen Erwärmung wanderten die wärmebedürftigen Laubwaldarten aus den Rückzugsgebieten im Süden Europas allmählich in unsere Breiten ein und verdrängten die Alpenpflanzen. Nur an für die Rückwanderer ungünstigen Standorten konnten sich konkurrenzschwache Arten wie das Kalk-Blaugras halten.
Bild 5: Sesleria coerulea & Carex humilis_Harzberg_28. März 2004
Bildtext 5: Eine Lichtung eines jungen Schwarzföhrenwaldes am Harzberg wird von Kalk-Blaugras und Erd-Segge besiedelt. Das Blaugras (mit den breiteren Blättern) bildet einzeln stehende Horste aus, die Erdsegge (mit den sehr feinen Blättern) zeilen- oder ringförmige Horste.

Bild 6 : Sesleria caerulea_Harzberg_13. April 2009
Sesleria albicans_13.04.2009-01.jpg

Bild 7: Sesleria caerulea_Harzberg_28.03.2008-01.jpg
Bildtext 7: Aus einigen Ähren ragen nur wenige Staubgefäße heraus, sie erscheinen dadurch noch blau (> caerulea), die meisten machen schon einen hellen (> albicans) Eindruck, insgesamt zeichnet sich ein Farbwechsel der Blütenstände (> varia) ab.