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Bad Vöslau Die offizielle Website der Stadtgemeinde Bad Vöslau

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Storchenschnabel-Arten 2

Geranium ssp. 2

Pyrenäen- und Klein- oder Flaum-Storchenschnabel (Geranium pyrenaicum & G. pusillum) wurden bereits vorgestellt

Bild 1 : Geranium pyrenaicum & G. pusillum_Oberkrichenweingärten_15. Juni 2010
Bildtext 1:Im Vordergrund der niedrigwüchsige Flaum-Storchenschnabel mit kleinen hellen Blüten, deren Kronblätter beinahe vollständig in den Kelchblättern verborgen sind, hinten der hochwüchsige Pyrenäen-Storchenschnbale mit ausgebreiteten und über die Kelchblätter hinausragenden Kronblättern. Der Pyrenäen-Storchenschnabel lockt mit den attraktiven Blüten Insekten an, beim Flaum-Storchenschnabel spielt neben der Fremdbestäubung durch Insekten auch die Selbstbestäubung eine gewisse Rolle.

Bildtext 1:Im Vordergrund der niedrigwüchsige Flaum-Storchenschnabel mit kleinen hellen Blüten, deren Kronblätter beinahe vollständig in den Kelchblättern verborgen sind, hinten der hochwüchsige Pyrenäen-Storchenschnbale mit ausgebreiteten und über die Kelchblätter hinausragenden Kronblättern. Der Pyrenäen-Storchenschnabel lockt mit den attraktiven Blüten Insekten an, beim Flaum-Storchenschnabel spielt neben der Fremdbestäubung durch Insekten auch die Selbstbestäubung eine gewisse Rolle.


Bild 2 : Geranium molle & Geranium pusillum_Oberkirchen-Weingärten_23. Juni 2010
Bildtext 2: Zwischen zahlreichen Exemplaren vom Flaum-Storchenschnabel mit vielen kleinen Blüten eine geöffnete Blüte eines Langhaar-Storchenschnabels.

Der Flaum-Storchenschnabel (Geranium pusillum) ist an manchen Wegen durch Weingärten und Äcker häufig, der ihm sehr ähnliche Weich-oder Langhaar-Storchenschnabel (Geranium molle) zählt in Österreich und auch in Vöslau zu den seltenen Strochenschnabelarten

Bildtext 2: Zwischen zahlreichen Exemplaren vom Flaum-Storchenschnabel mit vielen kleinen Blüten eine geöffnete Blüte eines Langhaar-Storchenschnabels. Der Flaum-Storchenschnabel (Geranium pusillum) ist an manchen Wegen durch Weingärten und Äcker häufig, der ihm sehr ähnliche Weich-oder Langhaar-Storchenschnabel (Geranium molle) zählt in Österreich und auch in Vöslau zu den seltenen Strochenschnabelarten

Bild 3: Geranium molle_Zwischen Oberkirchen-Weingärten_23. Juni 2010
Bildtext 3: Neben den etwas größeren und dunkleren Blüten unterscheidet sich der Weichhaar-Storchenschnabel(Geranium molle) vom Flaum-Storchenschnabel (Geranium pusillum) durch runzelige Oberflächen der Fruchtklappen, die bei G. pusillum glatt (aber meist dicht behaart) sind und durch die Behaarung der oberen Pflanzenteile: Bei G. pusillum sind alle Haare gleich lang (besser kurz, nämlich etwa 1/10 mm ) drüsenlos und weiter oben auch mit Drüsenköpfen, bei G. molle gibt es meist 3 Längen: wieder sehr kurze (ca 1/10mm) drüsenlose und Drüsenhaare, eine zweite Schicht aus drüsenlosen Haaren mit etwa 1/3 bis ½ mm Länge und dazu einen weiteren Haartyp von peitschenförmigen relativ langen Haaren von etwa 1,5 bis 2mm Länge, die auch bei Betrachtung mit dem freien Auge auffallen.
Dieser letzte Haartyp kann bei manchen Vertretern dieser Art auch fehlen.

Bild 3: Neben den etwas größeren und dunkleren Blüten unterscheidet sich der Weichhaar-Storchenschnable (Geranium molle) vom Flaum-Storchenschnable (Geranium pusillum) durch runzelige Oberflächen der Fruchtklappen, die bei G. pusillum glatt (aber meist dicht behaart) sind und durch die Behaarung der oberen Pflanzenteile: Bei G. pusillum sind alle Haare gleich lang (besser kurz, nämlich etwa 1/10 mm ) drüsenlos und weiter oben auch mit Drüsenköpfen, bei G. molle gibt es meist 3 Längen: wieder sehr kurze (ca 1/10mm) drüsenlose und Drüsenhaare, eine zweite Schicht aus drüsenlosen Haaren mit etwa 1/3 bis ½ mm Länge und dazu einen weiteren Haartyp von peitschenförmigen relativ langen Haaren von etwa 1,5 bis 2mm Länge, die auch bei Betrachtung mit dem freien Auge auffallen. Dieser letzte Haartyp kann bei manchen Vertretern dieser Art auch fehlen.


Bild 4: Geranium pusillum_Oberkirchenweingärten_23. Juni 2010
Bildtext 4: Die Behaarung an den oberen Pflanzenteilen von Geranium pusillum setzte sich aus gleich langen kurzen Drüsen- und drüsenlosen Haaren zusammen. Die Fruchtklappen sind ohne Querrunzeln, also mit glatter Oberfläche, die aber mit Haaren dicht bedeckt ist.

Bildtext 4: Die Behaarung an den oberen Pflanzenteilen von Geranium pusillum setzte sich aus gleich langen kurzen Drüsen- und drüsenlosen Haaren zusammen. Die Fruchtklappen sind ohne Querrunzeln, also mit glatter Oberflächen, die aber mit Haaren dicht bedeckt ist.


Bild 5 : Geranium robertianum_Grenzgraben_20. Mai 2010 10.26 und 11:58
Bildtext 5: Unterschiedliche Standortausprägungen des Ruprechtskrautes auf Schotterböden und auf schattigen Waldböden: Kleinere Blattspreitenflächen (reichen bei starkem Licht für die Fotosynthese) und auffallende Rotfärbung (die als Lichtschutz gedeutet wird), Grünfärbung und große Blattspreitenflächen zur Fotosynthese bei schwachem Lichtangebot .

Der Stink-Storchenschnabel  (Geranium robertianum) bevorzugt zwar schattige Standorte, kann aber auch auf trockenen Stellen, wie hier auf einem vollsonnigen Abschnitt der Forststraße durch den Grenzgraben überleben. Hier sind seine Blätter kleinflächiger und ebenso wie die Stängel auffallend rot gefärbt. Nur ein kurzes Stück unterhalb dieses Fundortes im Schatten des Waldes entstand am selben Tag die Aufnahme von einem Schattenexemplar des Ruprechtskrautes.

 

Bildtext 5: Unterschiedliche Standortausprägungen des Ruprechtskrautes auf Schotterböden und auf schattigen Waldböden: Kleinere Blattspreitenflächen (reichen bei starkem Licht für die Fotosynthese) und auffallende Rotfärbung (die als Lichtschutz gedeutet wird), Grünfärbung und große Blattspreitenflächen zur Fotosynthese bei schwachem Lichtangebot . Der Stink-Storchenschnabel bevorzugt zwar schattige Standorte, kann aber auch auf trockenen Stellen, wie hier auf einem vollsonnigen Abschnitt der Forststraße durch den Grenzgraben überleben. Hier sind seine Blätter kleinflächiger und ebenso wie die Stängel auffallend rot gefärbt. Nur ein kurzes Stück unterhalb dieses Fundortes im Schatten des Waldes entstand am selben Tag die Aufnahme von einem Schattenexemplar des Ruprechtskrautes.

 

Die folgenden vier Arten sind alle auf dem Vöslauer Gemeindegebiet selten, die beiden letzten vorgestellten Arten sind auch sonst in Österreich nicht häufig.

Bild 6: Geranium phaeum_Zwischen Kalkgraben und Merkenstein_17. Mai 2009 & nahe der Ruine Merkenstein_15.Mai 2004
Bildtext 6: Die dunkel-blut- bis -braunroten Blüten locken Mücken in großer Zahl an, werden aber auch von Schmetterlingen (Purpurbär?) besucht.

Nur an wenigen Stellen im Schatten alter Bäume scheint es dem Braun-Storchenschnabel (Geranium phaeum) in unserer Region zu gefallen.

Bildtext 6: Die dunkel-blut- bis -braunroten Blüten locken Mücken in großer Zahl an, werden aber auch von Schmetterlingen (Purpurbär?) besucht. Nur an wenigen Stellen im Schatten alter Bäume scheint es dem Braun-Storchenschnabel (Geranium phaeum) in unserer Region zu gefallen.

Bild 7: Geranium pratense_Grossau-Merkensteinerstraße_18. Juni 2008
Bildtext 7: Aus dem Rhizom entspringen zahlreiche Grundblätter und Blühstängel. Die blauen Blüten haben Durchmesser von etwa 3 cm.

Der Wiesen-Storchenschnabel (Geranium pratense) kann in Wiesen des Berglandes durchaus zahlreich auftreten, in Vöslau konnte er bisher nur in einer Wiese an der Merkensteinerstraße in Grossau fotografiert werden.

Bildtext 7: Aus dem Rhizom entspringen zahlreiche Grundblätter und Blühstängel. Die blauen Blüten haben Durchmesser von etwa 3 cm. Der Wiesen-Storchenschnabel kann in Wiesen des Berglandes durchaus zahlreich auftreten, in Vöslau konnte er bisher nur in einer Wiese an der Merkensteinerstraße in Grossau fotografiert werden.
Bild 8: Geranium columbinum_Wegränder bei Merkenstein und am Schmeckenden Bach_17. Juni 2008 & 03. Juni 2008
Bildtext 8: Über nahe dem Boden liegenden tief geschlitzten Blättern erheben sich auf dünnen Stielen die hell-lila-purpurnen Blüten. Im Juni sind neben voll entfalteten Blüten auch schon reife Früchte an der selben Pflanze ausgebildet. Das Detailbild zeigt einige Merkmale der Blüte:5 rote Narben, 5 lila Kronblätter, 5 Kelchblätter, die in bis zu 3mm langen Grannen enden (beim ähnlichen G. dissectum sind diese höchstens 1,5mm lang)

Bildtext 8: Über nahe dem Boden liegenden tief zerschlitzten Blättern erheben sich auf dünnen Stielen die hell-lila-purpurnen Blüten. Im Juni sind neben voll entfalteten Blüten auch schon reife Früchte an der selben Pflanze ausgebildet. Das Detailbild zeigt einige Merkmale der Blüte:5 rote Narben, 5 lila Kronblätter, 5 Kelchblätter, die in bis zu 3mm langen Grannen enden (beim ähnlichen G. dissectum sind diese höchstens 1,5mm lang)

Der Tauben-Storchenschnabel (Geranium columbinum) kann an manchen Wegrändern (etwa am Schmeckenden Bach oder westlich von Hofstätten) gefunden werden. Die Blüten fallen nur dem aufmerksamen Betrachter auf, da die hellpurpurn bis hellblau gefärbten Blüten nur etwa 1 cm Durchmesser haben. "Die zerteilten Blätter dieser Art wurden mit Taubenfüßen verglichen, daher in den alten Pflanzenglossarien als pes coluimbinus (Taubenfuß) bezeichnet" [MARZELL: Wörterbuch der deutschen Pflanzennamen 2/660]


Bild 9: Geranium dissectum_Feldrand nahe der Autobahn_15. Juni 2010
Bildtext 9 :Im Randbereich eines Getreidefeldes am südöstlichen Rand des Gemeindegbeites stützt sich ein Schlitzblatt-Storchenschnabel an den Halmen ab. Die dunkel-purpurrote Blüte hebt sich trotz ihre geringen Größe (etwa 4- 5 mm Durchmesser) auf Grund ihrer intensiven Farbe deutlich vom Grün der eigenen und der Getreideblätter und- Halme ab. Das untere Teilbild stellt ein wesentliches Merkmal dar, nämlich die starke Drüsenbehaarung von Fruchtstielen, Kelchen, Fruchtklappen und Schnäbeln.

Bildtext 9 :Im Randbereich eines Getreidefeldes am südöstlichen Rand des Gemeindegbeites stützt sich ein Schlitzblatt-Storchenschnabel an den Halmen ab. Die dunkel-purpurrote Blüte hebt sich trotz ihre geringen Größe (etwa 4- 5 mm Durchmesser) auf Grund ihrer intensiven Farbe deutlich vom Grün der eigenen und der Getreideblätter und- Halme ab. Das untere Teilbild stellt ein wesentliches Merkmal dar, nämlich die starke Drüsenbehaarung von Fruchtstielen, Kelchen, Fruchtklappen und Schnäbeln.

Der Schlitzblatt-Storchenschnabel (Geranium dissectum) ist noch seltener als der Tauben-Storchenschnabel. Er wurde vom Autor dieser Seite auf Vöslauer Gemeindegebiet bisher nur in einem Weingarten und an einem Feldrand zwischen Getreide nahe der Autobahnauffahrt Kottingbrunn entdeckt.

Bild 10 : Geranium columbinum & dissectum
Bildtext 10: Unreife Früchte der beiden Arten. Bei G. colimbinum wurde ein Teil des Kelches entfernt, um die Fruchtklappen besser fotografieren zu können.

Bildtext 10: Unreife Früchte der beiden Arten. Bei G. colimbinum wurde ein Teil des Kelches entfernt, um die Fruchtklappen besser fotografieren zu können.
Die Blätter vom Schlitzblatt-Storchenschnabel sind von jenen des Tauben-Storchenschnabels kaum zu unterscheiden: Beide sind durch tiefe Einschnitte bis fats zum Grunde der Blattspreite  in schmale Zipfeln geteilt. Aber auch nach der Blüte können sie an Merkmalen, die durch die Lupenbetrachtung erschlossen werden, unterschieden werden: Die Fruchtklappen sind beim Tauben-Storchenschnabel glatt, die Schnäbel mit kurzen, angedrückten Haaren besetzt, beim Schlitzblatt-Storchenschnabel sitzen auf den Fruchtklappen kurze drüsenlose Haare und Drüsenhaare, vom Schnabel stehen Drüsenhaare etwa unter einem rechten Winkel ab.

 

 

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