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Oktober 2011

Königskerzen 2

Gewöhnlich-Königskerze / Verbascum phlomoides

Großblüten-Königskerze / Verbascum densiflorum

Kleinblüten-Königskerze / Verbascum thapsus

Pracht-Königskerze / Verbascum speciosum


Oktober2011

Bei den bisher besprochenen Arten der Königskerze /Verbascum  (August 2011 und September 2011) sind zumindest die Oberseiten der Blattspreiten kahl oder höchstens zerstreut behaart. Die nun zu besprechenden Arten zeichnen sich dadurch aus, dass die Blätter auf beiden Seiten mit einer dichten wolligen oder filzigen Behaarung ausgestattet sind:

 

Bild 1: Gewöhnlich-Königskerze / Verbascum phlomoides_6. Juli 2011
Bildtext 1: oben Oberseite der Blattspreite, unten Unterseite; Rechtecke: Draufsichten, im Kreis seitliche Ansicht auf das leicht gewölbte Blatt

Bildtext 1: Gewöhnlich-Köngskerze / Verbascum phlomoides oben Oberseite der Blattspreite, unten Unterseite; Rechteck: Draufsichten, im Kreis seitliche Ansicht auf das leicht gewölbte Blatt

 

Bild 2: Großblüten-Königskerze / Verbascum densiflorum (V. thapsiforme)_16. August 2011
Bildtext 2: oben = Oberseite der Blattspreite, unten = Unterseite; Rechtecke: Draufsichten, im Kreis seitliche Ansicht auf das leicht gewölbte Blatt

ldtext 2: Großblüten-Köngskerze / Verbascum densiflorum (V. thapsiforme) oben Oberseite der Blattspreite, unten Unterseite; Rechteck: Draufsichten, im Kreis seitliche Ansicht auf das leicht gewölbte Bla

 

Bild 3: Kleinblüten-Königskerze / Verbascum thapsus_16. August 2011
Bildtext 3: oben Oberseite der Blattspreite, unten Unterseite; Rechtecke: Draufsichten, im Kreis seitliche Ansicht auf das leicht gewölbte Blatt

Bildtext 3: Kleinblüten-Köngskerze / Verbascum thapsus oben Oberseite der Blattspreite, unten Unterseite; Rechteck: Draufsichten, im Kreis seitliche Ansicht auf das leicht gewölbte Blatt

 

Bild 4: Pracht-Königskerze / Verbascum speciosum_31. August 2011
Bildtext 4: oben Oberseite der Blattspreite, unten Unterseite; Rechtecke: Draufsichten, im Kreis seitliche Ansicht auf das leicht gewölbte Blatt

Bildtext 4: Pracht-Köngskerze / Verbascum speciosum oben Oberseite der Blattspreite, unten Unterseite; Rechteck: Draufsichten, im Kreis seitliche Ansicht auf das leicht gewölbte Blatt

 

In weiten Bereichen des deutschen Sprachraumes wurden (und werden?) diese Königskerzen auch „Wollkräuter" genannnt. Für Niederösterreich ist allerdings diese Namensgebung im Volke nicht überliefert (Höfer F. & Kronfeld M., 1889: Die Volksnamen der niederösterreichischen Namen. ─ Wien: Verlag des Vereins für Landeskunde von NÖ). Die Autoren berichten, dass als Dialektname neben „Kinigskerz´n" auch „Himlbrånd" verwendet wurde.

Diese Arten haben auch - mit Ausnahme von V. thapsus - deutlich größere Blüten als die vorher (im August & September 2011) besprochenen wenig-oder nicht behaarten Arten.

Bild 5: Blütendurchmesser der 8 in Vöslau wachsenden Königskerzenarten.
Bildtext 5: Die Werte in den Klammern gelten für außergwöhnlich kleine oder  besonders große Blüten. In der Graphik sind Mittelwerte dargestellt.

Blütendurchmesser der 8 in Vöslau wachsenden Königskerzenarten. Bildtext 5: Die Werte in den Klammern gelten für außergwöhnlich kleine oder große Blüten. In der Graphik sind Mittelwerte dargestellt.

 

Die vier stark behaarten Arten unterscheiden sich auch durch die Gestalt der Staubblätter und die Art, wie die Stängelblätter am Stängel ansetzen, voneinander:


Bild 6: Gewöhnlich-Königskerze / Verbascum phlomoides:
Staublätter: 3 kürzere sind dicht weißwollig behaart; zwei längere sind kahl, ihre Staubbeutel (3─5,5 mm) lang, ihre Staubfäden 0,5─2× so lang wie die Staubbeutel
Die Blattränder laufen nicht am Stängel herab (oder bei den mittleren und oberen Blättern ganz wenig, niemals aber bis zu nächsten Blatt)

Staublätter: 3 kürzere sind dicht weißwollig behaart; zwei längere sind kahl, ihre Staubbeutel(3─5,5 mm)lang, ihre Staubfäden 0,5─2× so lang wie die Staubbeutel Die Blattränder laufen nicht am Stängel herab (oder bei den mittleren und oberen Blättern ganz wenig, niemals aber bis zu nächsten Blatt)


Bild 7: Großblüten-Königskerze / Verbascum densiflorum (V. thapsifporme)
Staublätter: 3 kürzere sind dicht weißwollig behaart; zwei längere sind kahl, ihre Staubbeutel (3─5,5 mm) lang, ihre Staubfäden 0,5─2× so lang wie die Staubbeutel
Die Blattränder laufen deutlich am Stängel bis zum nächsten Blatt herab (die Blätter an der Basis sind undeutlich gestielt)

Staublätter: 3 kürzere sind dicht weißwollig behaart; zwei längere sind kahl, ihre Staubbeutel(3─5,5 mm)lang, ihre Staubfäden 0,5─2× so lang wie die Staubbeutel Die Blattränder laufen deutlich am Stängel bis zum nächsten Blatt herab (die Blätter an der Basis sind undeutlich gestielt)

 

Bild 8:Kleinblüten-Königskerze / Verbascum thapsus
Staublätter: 3 kürzere sind dicht weißwollig behaart; zwei längere sind kahl, ihre Staubbeutel ( 1,5─2 mm) kurz, ihre Staubfäden 3─4 x so lang wie die Staubbeutel
Die Blattränder laufen am Stängel herab.

Der Name „Kleinblüten-K." bezieht sich nur auf den Vergleich mit den anderen „Wollkräutern". Die meisten der nicht dichtwollig behaarten Arten der Königskerze haben Blüten von gleicher oder ähnlicher Größe. Siehe Bild 5!

Staublätter: 3 kürzere sind dicht weißwollig behaart; zwei längere sind kahl, ihre Staubbeutel ( 1,5─2 mm) kurz, ihre Staubfäden 3─4x so lang wie die Staubbeutel Die Blattränder laufen am Stängel herab. Der Name „Kleinblüten-K." bezieht sich nur auf den Vergleich mit den anderen „Wollkräutern". Die meisten der nicht dichtwollig behaarten Arten der Königskerze haben Blüten von gleicher oder ähnlicher Größe.

 

Bild 9: Pracht-Königskerze / Verbascum speciosum
Staublätter: 5, etwa gleich lang , alle dicht weiß-wollig behaart
Blattränder nicht am Stängel herablaufend, am Ansatz der Stängelblätter ± deutlich ausgeprägte Buckel (Pfeile)

Pracht-Königskerze / Verbascum speciosum Staublätter: 5, etwa gleich lang , alle dicht weiß-wollig behaart Blattränder nicht am Stängel herablaufend, am Ansatz der Stängelblätter ± deutlich ausgeprägte Buckel (Pfeile)

Gartenpflanze: Vor vielen Jahren wurde eine Prachtkönigskerze gepflanzt. Die Pflanzen streuen Samen aus, woraus sich im ersten Jahr Rosetten entwickeln, die im zweiten Jahr einen Blütenstand hervorbringen und nach der Samenreife absterben. Diesen Lebenszyklus haben alle in Vöslau vorkommenden Arten mit Ausnahme von Verbascum nigrum und von V. chaixii subsp. austriacum. Diese beiden Arten sind mehrjährig.
Ob Pflanzen von diesem Erscheinungsbild, die 2009 auf einer Brache geblüht haben (November 2011, Bild 1 -5), reine Pracht-Königskerzen waren, ist zweifelhaft.

 

Weitere Bilder von der Gewöhnlich Königskerze / Verbascum phlomoides, der Großblüten-Königskerze / V. densiflorum, der Kleinblüten-Königskerze / V. thapsus und einer zweifelhaften Pracht-Königskerze / V. speciosum x? folgen im November 2011.

 

 


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