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Bad Vöslau Die offizielle Website der Stadtgemeinde Bad Vöslau

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Schmalblatt-Hohlzahn

(Galeopsis angustifolia)

Bild 1: Galeopsis angustifolia_Bahnhof_26.September 2009

Bildtext 1: Im Gleisschotter zwei Pflanzen vom Schmalblatt-Hohlzahn. Der Wuchs ist locker-sparrig, die rosaroten Blüten in Knäueln angeordnet, die mit deutlichen Abständen voneinander den Stängel gliedern.

Bildtext 1: Im Gleisschotter zwei Pflanzen vom Schmalblatt-Hohlzahn. Der Wuchs ist locker-sparrig, die rosaroten Blüten in Knäueln angeordnet, die mit deutlichen Abständen voneinander den Stängel gliedern.

[Anmerkung: Der Ausdruck „Knäuel" ist hier alltagssprachlich verwendet. Fachsprachlich müsste es richtigerweise „Scheinquirl" heißen, was laut Exkursionsflora wie folgt definiert ist: „ Scheinquirl: zwei gegenständig angeordnete, daher einander unmittelbar gegenüberstehende, einander meist berührende Knäuel („Halbquirl") > Knäuel (Scheinköpfchen): köpfchenförmige Thyrse mit ungestielten bis kurz gestielten, gestauchten Zymen... „ weitere Begriffsklärungen siehe Exkursionsflora Sachregister und Morphologie]

Im Schotter des Abstellgleises östlich des Bahnsteiges für die Züge Richtung Wiener Neustadt und ...

... in Rissspalten des Asphaltbelages auf diesem Bahnsteig können vom Sommer bis in den Oktober die Blüten des Schmalblatt-Hohlzahns (Galeopsis angustifolium) beobachtet werden.

 

Bild 2: Galeopsis angustifolia_Bahnhof_06.August 2009

Bildtext 2: Zwei Pflanzen vom Schmalblatt-Hohlzahn auf dem Bahnsteig in Rissen der Asphaltdecke

Bildtext 2: Zwei Pflanzen vom Schmalblatt-Hohlzahn auf dem Bahnsteig in Rissen der Asphaltdecke

Das Überleben dieser Art auf diesem extremen Standort wird dadurch erleichtert, dass die Pflanzen durch kleine und schmale Blätter ihre Oberfläche und damit die Verdunstungsverluste gering halten.

Bild 3: Galeopsis angustifolia_Bahnhof_06.August 2009

Bildtext 3: Die schmalen Blätter machen nur einen kleinen Teil der Masse der Pflanze aus. Die Äste zweigen paarweise von der Hauptachse der Pflanze unter Winkeln von etwa 60° (unten) bis etwa 30° (oben) ab. Jeder Ast ist durch einige (meist 3) Teilblütenstände in Abschnitte gegliedert. Diese Teilblütenstände tragen wenige Blüten, meist ist nur eine aktuell entwickelt, bei den anderen Blüten eines Knäuels sind die Kronblätter schon abgefallen und nur die grünen Kelche erhalten oder es sind erst Knospen ausgebildet. Die Knäuel werden von jeweils zwei schmalen Blättern getragen, die weitaus kürzer als die Abstände zwischen den Knäueln sind. Insgesamt ergibt sich dadurch der Eindruck einer kaum beblätterten Pflanze.

Bildtext 3: Die schmalen Blätter machen nur einen kleinen Teil der Masse der Pflanze aus. Die Äste zweigen paarweise von der Hauptachse der Pflanze unter Winkeln von etwa 60° (unten) bis etwa 30° (oben) ab. Jeder Ast ist durch einige (meist 3) Teilblütenstände in Abschnitte gegliedert. Diese Teilblütenstände tragen wenige Blüten, meist ist nur eine aktuell entwickelt, bei den anderen Blüten eines Knäuels sind die Kronblätter schon abgefallen und nur die grünen Kelche erhalten oder es sind erst Knospen ausgebildet. Die Knäuel werden von jeweils zwei schmalen Blättern getragen, die weitaus kürzer als die Abstände zwischen den Knäueln sind. Insgesamt ergibt sich dadurch der Eindruck einer kaum beblätterten Pflanze.

Die Gattung Hohlzahn (Galeopsis) zeichnet sich durch zwei zahnartige Aufwölbungen an der Unterlippe der Krone aus. Diese „Zähne" sind oft sehr deutlich ausgeprägt wie auf dem Foto vom Flaum-Hohlzahn (Galeopsis pubescens) zu erkennen ist. Diese Art wächst an feuchteren Standorten.

Bild 4: Galeopsis pubescens_Garten Oberkirchengasse_01. August 2003

 

Bildtext 4: Ein Teilblütenstand vom Flaum-Hohlzahn. Die spitzen Zähne ragen aus der Unterlippe empor. Diese Art hat breitere und weichere Blätter.

Bildtext 4: Ein Teilblütenstand vom Flaum-Hohlzahn (Galeopsis pubescens). Die spitzen Zähne ragen aus der Unterlippe empor. Diese Art hat breitere und weichere Blätter.

Die Zähne der Vöslauer Schmalblatt-Hohlzähne sind sehr stumpf und breit.

Bild 5: Galeopsis angustifolia_Bahnhof_26. September 2009

Bildtext 5: Das obere Bild zeigt eine Einzelblüte von der Seite. Die Krone ist in Ober- und Unterlippe gegliedert, an der Unterlippe zwei höckerartige Ausstülpungen, die „Zähne". Darunter die selbe Blüte, bei der die Unterlippe längs aufgeschnitten ist. Man erkennt, dass der „Zahn" eine hohle Aufwölbung der Unterlippe ist.

Bildtext 5: Das obere Bild zeigt eine Einzelblüte von der Seite. Die Krone ist in Ober- und Unterlippe gegliedert, an der Unterlippe zwei höckerartige Ausstülpungen, die „Zähne".
Darunter die selbe Blüte, bei der die Unterlippe längs aufgeschnitten ist. Man erkennt, dass der „Zahn" eine hohle Aufwölbung der Unterlippe ist.

Der Schmalblatt-Hohlzahn kommt in Österreich zerstreut bis selten vor. Das trifft auch auf das Vöslauer Gemeindegbiet zu. Außer der Bahnhofspopulation konnten nur einige Pflanzen an Rändern von Forststraßen beobachtet werden.

Bild 6: Galeopsis angustifolia_Hochrain_ 28. August 2005

Bildtext 6: Eine wenig verzweigte Pflanze mit zwei Blüten. Vom Bewuchs des Forststraßenrandes sind im Hintergrund Groß-Wegerich, Kriech-Klee und Gewöhnliche Prunelle zu erkennen.

Bildtext 6: Eine wenig verzweigte Pflanze mit zwei Blüten. Vom Bewuchs des Forststraßenrandes sind im Hintergrund Groß-Wegerich, Kriech-Klee und Gewöhnliche Prunelle zu erkennen.

Die Hohlzahnarten sind einjährig. Nach der Samenreife sterben die Pflanzen ab.

Bild 7: Galeopsis angustifolia_Bahnhof_20. November 2008

Bildtext 7: Abgestorbene und vertrocknete Pflanze im Asphaltbodenbelag des Bahnsteiges

Bildtext 7: Abgestorbene und vertrocknete Pflanze im Asphaltbodenbelag des Bahnsteiges

 

Bild 8: Galeopsis angustifolia_Bahnhof_02.August 2008

Bildtext 8: Zwei Sprossspitzen des Schmalblatt-Hohlzahnes. Jede endet mit einem Blütenknäuel, rechts mit zwei voll entwickelten Blüten, links im Zustand vor der Blüte.

Bildtext 8: Zwei Sprossspitzen des Schmalblatt-Hohlzahnes. Jede endet mit einem Blütenknäuel, rechts mit zwei voll entwickelten Blüten, links im Zustand vor der Blüte.

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