Die Österreich-Königskerze / Verbascum chaixii wurde im August 2011 vorgestellt. Die Gewöhnlich-Königskerze / Verbascum phlomoides, die Groß- und Kleinblüten-Königskerze / Verbascum densiflorum & V. thapsus und die Pracht-Königskerze / Verbascum speciosum sind Thema im Oktober 2011 und im November 2011.
Bild 1: Verbascum nigrum_Schweizerwiese_7. August 2007
Bildtext 1: Die gelben Blüten mit dem dunklen Zentrum aus violett behaarten Staubblättern sind dicht auf der Hauptachse der Pflanze angeordnet, Seitenäste fehlen oder sind als kurze Trauben am Grund des Blütenstandes angesetzt. Die Dunkel-Königskerze / Verbascum nigrum hat ihren Namen von Linné 1753 wegen der dunkelvioletten Wolle an den Staubfäden erhalten.

Bild 2: Verbascum nigrum_Wiese zwischen Wiener Neustädter Kanal und Hörmbach_25. Juni 2000
Bildtext 2: Von den beiden Pflanzen im oberen Bild hat die rechte alle Blüten in einer ährenartigen Traube angeordnet, bei der linken wird der Blütenstand durch vier zusätzliche sehr kurze Äste bereichert.

Bild 3: Verbascum nigrum_Wiese zwischen Wiener Neustädter Kanal und Hörmbach_25. Juni 2000
Bild 3: Die Population bestand aus neun Pflanzen. Von jeder wurde ein Grundblatt entnommen: alle zeigen die für diese Art typische Bucht am Blattgrund.

Bild 4: Verbascum nigrum_Wiese zwischen Wiener Neustädter Kanal und Hörmbach_25. Juni 2000 & Verbascum chaixiis subsp. austriacum_am Rohrbach_14. September 2011
Bildtext 4: Die Kronblätter der Dunkel-Königskerze / Verbascum nigrum sind im Durchlicht ( bei starker Vergößerung ) duchscheinend punktiert, bei der Österreich-Königskerze / V. chaixii subsp. austriacum nicht (HEGI)

Bild 5: Verbascum nigrum ( Fundorte vergleiche Bild 2 und 7)
Bildtext 5: Die Stiele der größten Blüten sind bei Verbascum nigrum (beinahe) doppelt so lang wie der Kelch, bei V. chaixii subsp. austriacum höchstens kaum länger als der Kelch

Bild 6: Verbascum nigrum_Straßenrand nahe Haidlhof_2. August 2005
Bildtext 6: Typisch für die Dunkel-Königskerze: Blütenstand unverzweigt oder am Grund mit kurzen Ästen, Buchten an der Basis der Grundblätter

Bild 7: Verbascum nigrum_Bahngelände an der Castelligasse_6. Juli 2011
Bildtext 7: Der Pfeil verweist auf ein weiteres Merkmal, wodurch sich die Dunkel- von der Österreich-Königskerze unterscheidet: Bei Verbascum nigrum endet der Griffel in einer flach kalottenförmigen (wie eine flache Schüssel) , bei V. chaixii in einer halbkugelförmigen Narbe.


Bild 9: Verbascum lychnitis_Waldrand bei Merkenstein_17. Juni 2008
Bildtext 9: Verzweigter Blütenstand mit kleinen Blüten (Durchmesser 12-18 mm, selten etwas mehr oder weniger), alle 5 Staubblätter annähernd gleich lang und weiß bebärtet, Grundblätter und untere Stängelblätter in den Blattstiel verschmälert . (Bei den unteren Stängelblättern manchmal ein sehr kurzer Stiel.)

Bild 10: Verbascum lychnitis_17.07.2009 (links) & V. chaixii subsp. austriacum_09.07.2011 (rechts)_beide im Rohrbachtal
Bildtext 10: Grundblätter und untere Stängelblätter sind bei der Österreich-Königskerze (rechts) deutlich in Spreite und Stiel gegliedert, bei der Heide-Königskerze (links) verlaufen die die Spreitenränder allmählich zum sehr schmalen Blattgrund.
Die Blattspreiten sind bei der Österreich-Königskerze stets spitz, in der Mitte oder (meist) in der unteren Spreitenhälfte am breitesten, bei der Heide-Königskerze spitz oder (meist) rund und in der Mitte, oft aber in der oberen Spreitenhälfte am breitesten.

Bild 11: Mehl-Königskerze = Heide-K. /Verbascum lychnitis
Bildtext 11: Während die Oberseite der Blätter von Verbascum lychnitis (fast) kahl ist, ist die Unterseite mehr oder weniger dicht weißlich-grau behaart. Meist wird angemerkt, dass diese Behaarung den Eindruck hervorruft, als wäre das Blatt unten „wie mit Mehl bestäubt"; damit ist ein weiterer Name für diese Art begründet, nämlich Mehl-Königskerze.
