Das von der Stadtgemeinde initiierte „Bürgercafé“ am Freitag im Café Thermalbad war ein voller Erfolg. Mehr als 200 interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen den Workshop zum Anlass, um sich über die Ergebnisse der jüngsten Umfrage zur Zukunft des Café Thermalbad zu informieren und weitere Ideen und Anregungen zu dem Projekt einzubringen. Bürgermeister Christian Flammer und Dorf- und Stadterneuerungsmanagerin Christine Hofbauer zeigten sich über die hohe Rücklaufquote mit knapp 1.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr erfreut und betonten, dass das Ergebnis der Umfrage und des Workshops bei den Planungen Berücksichtigung finden werden.
Wie aus den Daten hervorgeht, wünschen sich drei Viertel der Befragten einen Gastromoniebetrieb im Café Thermalbad, jeweils mehr als ein Drittel können sich ein Abendangebot (Bar) und/oder ein Event- und Kulturangebot sehr gut vorstellen. Aber auch eine Nutzung für gesundheitliche und soziale Zwecke bzw. für Jugendliche, Familien und Berufstätige wurde angeregt. In einem nächsten Schritt werden die Ergebnisse der Umfrage und des „Bürgercafé“ zusammengeführt und zu Kernaussagen zusammengefasst. Sie bilden die Grundlage für die weitere Entscheidungsfindung in vertiefenden fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppen, deren Ergebnisse schließlich im Gemeinderat behandelt werden. Die Umsetzungsphase soll laut Bürgermeister Flammer noch im Herbst starten.
Das unter Denkmalschutz stehende Café Thermalbad zählt zu den architektonisch wie historisch interessantesten Villen in Bad Vöslau, das bei vielen Menschen mit nostalgischen Erinnerungen verbunden ist. Um den seit Jahren ungenutzten, zentral gelegenen Bau zu revitalisieren und in das Stadtbild zu reintegrieren, hat die Stadtgemeinde das Gebäude in ihr Eigentum übernommen und ein Bürgerbeteiligungsverfahren initiiert. Das eingeschoßige Gebäude wurde 1830 von Joseph Kornhäusel errichtet und war lange als Villa Pereira-Arnstein bekannt.
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