Muskatellersalbei als Räucherwerk

Wie im Flug ist mir der Jänner entwischt, vieles war zu tun, unter anderem schreibe ich an meiner Diplomarbeit als Wildkräuterguide. Nicht schwer zu erraten, dass ich über Räuchern mit Wildkräutern und deren Wirkung schreibe.
Eine traditionelle Räucherpflanze ist der bekannte Salbei.

Ich habe in meinem Garten eine wild aufgegangene Pflanze seit Jahren, mit der ich nicht so recht wusste, was ich damit anfangen sollte, nämlich den Muskatellersalbei. Im Zuge meiner Recherchen für meine Arbeit habe ich viel Interessantes über dieses Kraut erfahren und freue mich schon die Pflanze heuer zu trocknen und im nächsten Jahr zu Räuchern.

Hier stelle ich euch die Pflanze vor, vielleicht könnt ihr ihr auch so viel abgewinnen. Den herrlichen Duft des frischen Pflanze kenne ich ja schon, ich freue mich schon die Pflanze auch zu verräuchern.

Muskatellersalbei als Räucherwerk
Muskatellersalbei (Salvia sclarea) ist eine aromatische Pflanze, die schon seit Jahrhunderten für rituelle und heilende Räucherungen verwendet wird.

Beim Verräuchern entfaltet er einen warmen, leicht würzigen Duft mit süßlichen und krautigen Noten, der beruhigend und ausgleichend wirkt.

Bereits nach den ersten Atemzügen holt einem der Rauch aus dem tristen Alltag, entspannt und öffnet für die schönen Dinge des Lebens.  Wenn man im stressigen Alltag blockiert ist, dann setzt der Muskatellersalbeirauch den Funkenflug der Gedanken wieder in Gang, er baut körperliche und seelische Spannungen ab und sorgt für Lebensfreude. Gerade das können wir in der dunklen Jahreszeit brauchen, der Duft lässt uns schon den Frühling erahnen.

Traditionell wird Muskatellersalbei eingesetzt, um Räume energetisch zu reinigen, die Intuition zu fördern und kreative Prozesse zu unterstützen. Sein Rauch soll helfen, Stress abzubauen, Anspannungen zu lösen und eine entspannte Atmosphäre zu schaffen. Besonders beliebt ist er in Meditationen oder bei spirituellen Ritualen, da er die Wahrnehmung und das innere Gleichgewicht stärken kann.

Für das Räuchern werden meist die getrockneten Blätter oder Blütenstände verwendet. Sie können auf einer Räucherkohle oder in einem Räucherstövchen langsam verbrannt werden. Der aufsteigende Rauch verbreitet sich sanft im Raum und sorgt für ein angenehmes Ambiente.

Bitte achtet beim Räuchern stets auf eine gute Belüftung und verwenden Sie Muskatellersalbei bewusst, um die wohltuende Wirkung optimal zu genießen.

Tipp von Hildegard von Bingen:

Sie sagt:
Der Muskatellersalbei ist warm und er ist gut gegen Gift. Aber auch wer Kopfweh hat, der koche Muskatellersalbei in Wasser und nach Auspressen des Wassers lege er es so warm um den Kopf mit einem Tuch und schlafe so, und es wird ihm besser gehen.

Quelle:

Räuchern im Einklang mit der Natur von Romana Seunig