Waldbaden und unser Immunsystem

Kaum zu glauben, wir sind schon im August. Mein heutiger Text knüpft an das Thema Aufmerksamkeit von letztem Monat an, da habe ich ja gesagt, am besten finde ich Ruhe im Wald.

Gehen wir das einmal wissenschaftlich an. Im Laufe meiner Ausbildung als Kräuterpädagogin ist mir diese Kapitel begegnet, das ich gerne mit euch teilen will.

Unser Immunsystem ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die körperliche, seelische und soziale Themen beeinflussen.

Wenn wir uns also längere Zeit in einer waldreichen Gegend aufhalten, atmen wir ein Duftgemisch aus ätherischen Ölen und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen (Terpenen) ein. Diese Terpene dienen der Kommunikation zwischen den Bäumen oberhalb der Erde, unter der Erde bedienen sich die Bäume am Myzel Systems der Pilze. Es erfolgt ein Austausch von Zucker für die Pilze und Mineralstoffe für die Bäume, Pilz und Baum leben in Symbiose.

Für uns sind die Terpene zur Stärkung wichtig, ihre positive Wirkung ist wissenschaftlich nachgewiesen.

Forest Medicine, Waldbaden oder Shirin-Yoko, egal wie man es bezeichnen will heißt diese guttuende Technik.

Dr. Quing Li ist Vorreiter bei der Erforschung dieser Thematik. Er beweist, dass Waldluft die NK-Zellen (Natural-Killer Cells) im Blut erhöht. Diese NK-Zellen können infizierte Zellen erkennen und töten.

Das bloße einatmen der Waldluft ist heilsam. Einen Tag in waldreicher Umgebung steigert die NK-Zellen um 40% und bleibt einige Tage erhalten. Auch Proteine wie Granulysin, Perforium, und Granzym A/B werden aktiviert und haben heilende Effekte.

Ein Waldspaziergang aktiviert den Parasympathikus (das Ying), das ist der ruhige Teil des vegetativen Nervensystems, dieser wirkt senkend auf Herzfrequenz, Blutdruck und Stresshormone sinken. Auch hat es einen harmonisierenden Einfluss auf die Verdauung und die Atemfrequenz.

 

Jetzt kann ich gut verstehen, dass meine Achtsamkeitsübungen am besten im Wald gelingen. Wenn man dann noch so ein gesundes Paket mitgeliefert bekommt, beeindruckend.

Also raus in die Natur, ruhig und aufmerksam die Stunden in Wald und Flur genießen, atmen wir durch, schauen wir genau, wie schön unsere Umgebung ist. Jede Jahreszeit hat seine besonderen Farben und Stimmungen, genießen wir bewusst Gerüche, Farben, Formen, Temperatur.

Seien wir gut zu uns, gönnen wir uns viel Zeit in der Natur, ich weiß sie heilt unseren Körper und unsere Seele.

 

Vielleicht sehen wir uns beim nächsten Waldspaziergang

Freu mich darauf

Eure Anita

 

Quelle: Dr. Dieter Schaufler, Mauritiushof