Oktober 2019

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Bad Vöslau, Gainfarn und Großau!

Ich möchte Ihnen ein „ABC“ passend zur Jahreszeit mitgeben.
Der Herbst bringt immer Arbeit im Garten und am Balkon. Einige von Ihnen werden vermutlich in den nächsten Wochen die Altstoffsammelstelle aufsuchen. Auch im Wald und auf unseren Straßen gibt es zahlreiche Arbeiten zu erledigen. Diesmal nach dem ABC in den Überschriften.

Altstoffsammelzentrum und Altbestände
Wie früher? Auf einem Haufen gesammelt?  Das geht nicht mehr. Dies mag bequem gewesen sein, ist aber weder im Sinn der Umwelt möglich noch wirtschaftlich. Wir sammeln Gras & Laub und Baum- & Strauchschnitt klar getrennt. Die Trennung hilft der Umwelt und spart Geld für uns alle.
Bei sehr großen Mengen werden Sie mittels Weiterleitungsschein direkt zur unmittelbar in der Nähe befindlichen Kompostierungsanlage Chwala geleitet. Auch auf diese Weise ist die Entsorgung für unsere Bürgerinnen und Bürger durch die Vöslau-Card seit Jahren kostenlos.

Zusätzlich zu den gewohnten Terminen am Donnerstag und Samstag ist die Sammelstelle im Oktober und November auch am Montag von 16:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Hitze und Trockenheit in den vergangenen Jahren haben zu großen Schäden am Baumbestand des Waldes geführt. Durch den Mangel an Wasser konnte der Nährstofftransport in die Kronen der Bäume nicht mehr ausreichend durchgeführt werden. Dies führte zu einer Schwächung der Vitalität und begünstigte den Befall von Schädlingen. Der negative klimatische Einfluss bewirkt vor allem in den Schwarzkiefern-Altholzbeständen rund um den Harzberg und die Vöslauer-Hütte das Kieferntriebsterben und den darauffolgenden Borkenkäferbefall. Jeder Waldbesucher wird das Ausmaß der rotbraunen Baumkronen selbst feststellen können.


(Foto: Stadtgemeinde Bad Vöslau)

Betroffene Flächen werden meist außerhalb der Vegetationszeit bearbeitet und die kranken Bäume entfernt. Sie sehen, dass die Gemeindearbeiter an verschiedenen Stellen tätig sind. Unser Forstpersonal wird in den nächsten Monaten weiter absterbenden Bäume, vorwiegend weit über hundertjährige Schwarzkiefern, wegen der drohenden Ausbreitung und Vermehrung der Borkenkäfer entfernen müssen und das anfallende Holz aufarbeiten, der Fernwärme und anderen Nutzungen zuführen. Dies passiert unter möglichster Schonung der vorhandenen Naturverjüngung. Ich ersuche um Verständnis für diese Arbeiten, die wir als Wanderer, Radfahrer und Naturverbundene Menschen natürlich sehen. Nur so können wir auch in Zukunft gemeinsam unseren Wald verantwortungsvoll erleben.

Bienen und Bäume
Bad Vöslau hat weit mehr als 4.000 Straßen- und Parkbäume in einem eigenen städtischen Baumkataster erfasst. Diese Bäume werden laufend von externen Sachverständigen kontrolliert. So werden an rund 500 Bäumen jedes Jahr Arbeiten wie Totholzpflege, Rückschnitte, Kronensicherungen und weiterführende Maßnahmen durchgeführt.
Auch eine Stadt muss sich auf den Klimawandel umstellen. Ein Bienenbaum gilt als wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und Co. Wir haben in Bad Vöslau nicht nur viele dieser Bäume im heurigen Jahr gesetzt, sondern werden auch in einer neuen Aktion Sträucher für Sie in Ihren Gärten anbieten. Da Hecken darüber hinaus wichtige Strukturen für eine vielfältige und artenreiche Landschaft bilden, wird die Gemeinde auch selbst rd. 400 Sträucher an Sport-, Spiel und Freiflächen ergänzen und neu schaffen.


(Foto: Stadtgemeinde Bad Vöslau)

Christbaumschmuck und charmante Nachbarn
Seitens der Stadtgemeinde setzen wir viele Maßnahmen, damit die Straßen sicherer werden und alle Verkehrsteilnehmer besser zu sehen sind. Laufend stellen wir auf energiesparende LED-Lampen um. Selbst bei der Weihnachtsbeleuchtung der öffentlichen Christbäume, des Weihnachtsmarktes und der zentralen Bereiche in den Ortsteilen gehen wir weiter in diese Richtung.
Da die Abende nun dunkler werden, kann es leider wieder zu Einbrüchen in unserer Region kommen. Licht im Innen- und Außenbereich kann dem zumindest ein wenig entgegenwirken. Es hilft im Bereich der Türen oder Terrassen Bewegungsmelder und Beleuchtung anzubringen, damit das Licht anzeigt, wenn sich jemand dem Haus nähert. Hilfreich ist es, beim Verlassen des Hauses oder der Wohnung das Licht in einem Raum eingeschaltet zu lassen oder die Anwesenheit mittels Zeitschaltuhren vorzutäuschen.
Bitte beachten Sie die Hinweise der Polizei. Es geht gemeinsam am besten. Bürgerin und Bürger, Stadtgemeinde und der Nachbar in der eigenen Gasse sind in vielen Bereichen charmante und hilfsbereite Helfer.

In diesem Sinne und für ein zukunftsorientiertes Miteinander

Ihr Christoph Prinz
Bürgermeister